Home

Transfabel
Immer öfter hört man von Trans*gender, von Trans*personen, von genderqueeren Leuten: Menschen, denen bei Geburt eines der beiden Geschlechter weiblich oder männlich zugewiesen wurde, die sich aber mit dem anderen Geschlecht identifizieren. Und Menschen, die sich nicht festlegen lassen. Die sich irgendwo dazwischen verorten oder jenseits der Geschlechter Frau und Mann. Und damit glücklich sind.
Gegeben hat es Trans*menschen schon immer. In letzter Zeit werden sie immer sichtbarer. In Filmen, Büchern, der Presse, im Alltag. Auch wenn es ihnen nicht immer leicht gemacht wird, sind sich immer mehr Menschen bewusst, dass es sie gibt und dass sie, so wie sie sind, ok sind. trans*fabel will zu dieser Sichtbarmachung beitragen, durch Kunst, Infos und Hinguckern auf Bekleidung und Accessoires.
Angefangen hat dieses Projekt mit einem Kinderbuch zum Thema Jenseits des 2-Geschlechtersystems. Weil es immer noch wenige dazu gibt. Weil die meisten Kinder-, Jugend- und auch Erwachsenenbücher eine Welt zeigen, in der alle Menschen Frauen und Männer sind. Andere Geschlechter werden meist totgeschwiegen. Wenn nicht, gelten sie als krank oder abartig. Dabei wird vorgegeben, wie Frauen und Männer aussehen, sich verhalten und fühlen sollen. Und zwar von klein auf.
Zwar hat sich im Vergleich zu früher viel geändert. Bei Geburt werden wir i. A. jedoch immer noch entweder zu Mädchen oder zu Junge erklärt. Und es wird von uns erwartet, dieses zugewiesene Geschlecht zu leben. Die Regeln, die wir dabei zu befolgen haben, sind weiterhin sehr starr, fast allgegenwärtig und oft unbewusst. Der Druck sich anzupassen ist enorm. Aber viele Menschen können oder wollen sich nicht anpassen. Und sie sollten es auch nicht müssen. Menschen suchen sich ihre Geschlechtsidentität nicht aus. Da hilft auch kein Umerziehen.
Der Mensch, der diese Webseite betreibt, identifiziert sich als Trans* und als nicht-binär, also nicht als Frau und nicht als Mann. Daher und weil das Kinderbuch, an dem er arbeitet, in Form einer Fabel geschrieben ist, entstand der Name trans*fabel. Als Trans* oder genderqueer bezeichnen sich häufig Menschen, die biologisch vermeintlich eindeutig als Frau oder Mann eingestuft werden, sich aber nicht (nur) als solche identifizieren
Ebenfalls nicht in das Weltbild der zwei Geschlechter passen Menschen, die mit männlichen und weiblichen Geschlechtsmerkmalen geboren werden. Sie werden oft als Inters* bezeichnet. Manchmal wird von Trans*menschen gesagt, dass sie intergeschlechtliche Menschen für Ihre Ziele vereinnahmen. Das ist nicht meine Absicht. Da es hier um eine Aufbrechen des 2-Geschlechtersystems geht, erscheint es mir jedoch wichtig, den Begriff zumindest kurz zu erklären und Infos von und über Inters* anzubieten, zunächst vor allem in Form von Büchern.
Denn während ich mit dem oben erwähnten Kinderbuch anfing, habe ich nach Büchern zum Thema Jenseits des 2-Geschlechtersystems gesucht und - nach und nach - mehr gefunden als erwartet. Nicht genug, aber immerhin. In Buchempfehlungen zum Thema Trans* oder Inter*. In Bücherlisten zu den Themen LGBTI und Antidiskriminierung. Bei der Stichwortsuche in Bibliotheken und Archiven. Auf dieser Webseite soll bald eine umfangreiche Liste dieser Bücher entstehen und, soweit erhältlich, auch hier angeboten werden. Die Inhaltsangaben dieser Bücher sind nicht den Verlagsseiten oder Buchcovern entnommen, sondern von mir geschrieben. Dabei wird der Fokus zunächst weniger auf der Theorie liegen. Die Bücher sollen leicht zugänglich sein und beim Lesen Freude bereiten. Das ist natürlich immer subjektiv. Es kann auch sein, dass mir manche Bücher völlig entgangen sind oder ich noch nicht dazukam, sie zu lesen. Sollte Ihr/Dein Lieblingsbuch nicht dabei sein, freue ich mich über eine Nachricht.
Mein Kinderbuch ist noch in Arbeit. Es dauert länger als geplant, weil diese Webseite entstand und Zeit in Anspruch nahm. Und weil die Kinderbuchzeichungen für eine erste Ausstellung in groß angefertigt wurden. Zusammen mit den Büchern wird es diese Zeichnungen in Form von Kunstdrucken, auf T-Shirts, Kappen, Taschen, Postkarten und Buttons bei trans*fabel geben. Damit sich mehr Menschen mit dem Thema auseinandersetzen können (hierzu wird es auch Infomaterialien und weiterf├╝hrende Links geben). Um zu verdeutlichen und feiern, dass es mehr als zwei Geschlechter gibt. Und um trans*- und inter*-Gruppen und Projekte mit Spenden zu unterstützen, sobald der Webshop anläuft.
Katja Anton Cronauer

Zurück zu:
HomeKontakt